An allen Fronten: Vision für Israels Bericht vom 1. Quartal 2026
Samstag, 9. Mai 2026
„Es werden noch viele Jahre vergehen, aber dann, in ferner Zukunft, wirst du deinen Auftrag erhalten. Ich werde dich auffordern, in ein Land einzumarschieren. Es ist das Bergland Israel, das sich inzwischen vom Krieg erholt hat und dessen Bewohner aus der Verbannung heimgekehrt sind. Lange Zeit war es ein Trümmerfeld, doch nun leben die Menschen dort wieder in Ruhe und Sicherheit.“
Hesekiel 38,8
Liebe Freunde,
die ersten drei Monate des Jahres 2026 haben Israel auf eine Weise auf die Probe gestellt, wie es sich kaum jemand hätte vorstellen können. Noch während sich die Familien von den Strapazen des langwierigen Reservedienstes und der Vertreibung erholten, begann im März mit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und dem Iran – der „Operation Roaring Lion“ – ein neues Kapitel des Konflikts. In all dieser Zeit war Vision für Israel vor Ort präsent und reagierte mit Dringlichkeit und Mitgefühl auf die Bedürfnisse von Soldaten, Familien, Kindern und Überlebenden.
Dieser Quartalsbericht bietet einen Einblick in die Arbeit, die durch eure Großzügigkeit ermöglicht wurde. Von Abenden für durch den Krieg belastete Ehepaare, über warme Mahlzeiten, die Soldaten auf den Golanhöhen ausgeliefert werden, bis hin zu Passah-Gutscheine, die unter Sirenengeheul verteilt wurden – jede hier beschriebene Hilfsaktion wurde durchgeführt, weil Ihr Euch entschieden habt, dem Volk Israel beizustehen.
Wir laden Euch ein, diese Geschichten zu lesen und so zu erfahren, wie eure Partnerschaft einen greifbaren, lebensverändernden Unterschied macht.
Gutscheine bringen Entlastungen für die Sozialhilfeempfänger im Süden
Unser Team reiste in eine Stadt im Süden, um Gutscheine an Sozialhilfeempfängern zu verteilen, die dringend Hilfe benötigten. Vierundvierzig Familien erhielten jeweils einen solchen im Wert von 350 NIS. Unter ihnen war ein älterer, sehbehinderter Mann, der die beschwerliche Reise trotz begrenzter Betreuungszeit auf sich nahm. Sozialarbeiter berichteten, wie sehr diese Familien zu kämpfen haben und wie viel ihnen sogar diese bescheidene Unterstützung bedeutet. Die Gutscheine standen für mehr als nur Lebensmittel; sie waren der Beweis, dass sich jemand um sie kümmert.

Ein Abend zugunsten von Reservistenpaaren
Im Millennium Center in Modi’in trotzten 23 Reservistenpaare dem stürmischen Wetter, um an einem Abend mit angeleiteter Paararbeit teilzunehmen. Nach einer herzlichen Begrüßung und kleinen Erfrischungen gab ein kurzer Vortrag den Ton an, bevor sich die Paare in private, abgetrennte Räume für vertrauliche Gespräche begaben. Ein Therapeut ging unter ihnen umher und bot Ermutigung und professionelle Unterstützung an. Der Abend wurde mit einem reichhaltigen Abendessen und einer von einem medizinischen Clown geleiteten Sitzung fortgesetzt, die für Lachen und Erleichterung sorgte. Jedes Paar erhielt eine Geschenktüte mit einer Fleece Decke und Kosmetik. Die Resonanz war überwältigend; Soldaten und Mitarbeiter bezeichneten den Abend gleichermaßen als einen der wichtigsten, den sie je erlebt hatten.

Schutzunterkünfte, dem Andenken der Familie Sharabi gewidmet
Die Brüder Eli und Yossi Sharabi wurden am 7. Oktober 2023 als Geiseln genommen. Eli wurde nach 491 Tagen freigelassen, nur um zu erfahren, dass seine Frau Lianne und ihre beiden Töchter Noya und Jahel ermordet worden waren. Yossi starb in Gefangenschaft. Dank der Unterstützung durch Spender weihte VFI zwei Schutzunterkünfte zu ihrem Gedenken ein. Yossis Unterkunft in Tekuma wurde mit einem vom Meer inspirierten Motiv bemalt, um seine Liebe zum Surfen zu würdigen. Die Unterkunft für Lianne, Noya und Yahel wurde mit roten Mohnblumen und Schmetterlingen geschmückt, Symbolen für Erinnerung, Leben und Hoffnung. Familienangehörige, darunter auch Eli, nahmen an den Einweihungsfeiern teil.

Ein Tag der Kraft für die Ehefrauen von Kommandeuren
Fünfundzwanzig Ehefrauen von Bataillonskommandeuren versammelten sich im Millennium Center zu einem Tag der emotionalen Aufarbeitung und Erneuerung. Diese Frauen tragen die Last langwieriger Abwesenheiten und den besonderen Druck, der mit den Führungsrollen ihrer Ehemänner einhergeht. In Zusammenarbeit mit einer Organisation, die Mütter unterstützt, richtete VFI diesen ganztägigen Event aus. Die Teilnehmerinnen wurden in kleine Gruppen aufgeteilt, die von Psychologen und professionellen Moderatoren geleitet wurden. Anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen und einen kreativen Workshop, bei dem Bilder aus Kieselsteinen gestaltet wurden. Die Frauen drückten ihre tiefe Dankbarkeit aus und überreichten dem VFI-Team eine Dankesurkunde.

Lebensmittel für Israels schutzbedürftigste Kinder
Im Rahmen unseres Projekts zur Ernährungssicherheit arbeitet VFI mit der Initiative „Warm Home“ zusammen, um täglich warme Mittagessen für 15 bis 17 gefährdete Kinder bereitzustellen. Für viele dieser Kinder ist dies die einzige warme Mahlzeit, die sie am Tag erhalten. Doch es ist weit mehr als nur Essen. Es ist ein Moment der Ruhe, der Stabilität und der Fürsorge inmitten eines komplexen jungen Lebens. Eine regelmäßige, nahrhafte Mahlzeit gibt dem Körper eines Kindes Kraft und seiner Seele ein Gefühl der Geborgenheit. Es ist eine tägliche Erinnerung daran, dass sie wichtig sind, dass man sie sieht und dass jemand auf sie achtet.

Ein Abend der Wertschätzung für die Ehefrauen von Reservisten
Achtundfünfzig Ehefrauen von Reservisten kamen im Millennium Center zu einem Abend der Erholung, Besinnung und Wertschätzung zusammen. Das Treffen bot einen sicheren und unterstützenden Rahmen, in dem Frauen, die eine gemeinsame Lebensrealität teilen, zueinanderfinden und Gehör finden konnten. Der Abend umfasste Erfrischungen, kleine Gesprächskreise, ein üppiges Abendessen und einen kreativen Workshop, in dem die Teilnehmerinnen personalisierte Thermobecher mit aufmunternden Botschaften gestalteten. Jede Frau erhielt zudem einen personalisierten Anhänger von VFI. Diese Frauen bilden und sichern die Heimatfront, und die Dankbarkeit, die von den Mitarbeitern des Bataillons zum Ausdruck gebracht wurde, bestätigte, wie wichtig diese Investition in ihr Wohlbefinden ist.

Krieg zwischen Israel und dem Iran: Operation „Roaring Lion“
Schabbat Essen an der Front
Am ersten Schabbat des Krieges zwischen Israel und dem Iran versorgte VFI etwa 100 Reservisten, die auf den Golanhöhen im Einsatz waren, mit einem reichhaltigen Schabbat-Abendessen und einem Frühstück. Diese Soldaten hatten bereits vier intensive Kampfeinsätze im Gazastreifen und im Libanon absolviert, bevor sie erneut einberufen wurden. Unter den schwierigen Bedingungen vor Ort war das Schabbat-Essen weit mehr als nur Nahrung. Es war ein Moment, in dem sie sich wie zu Hause fühlten, eine Erinnerung daran, dass die Heimatfront hinter ihnen steht. Die Fülle an Essen reichte aus, um sie mit einem weiteren Bataillon zu teilen. Der Kommandostab drückte seine tiefe Dankbarkeit für die Unterstützung von VFI während der Operation Roaring Lion aus.

Warme Ausrüstung für Soldaten im feindlichen Gebiet
VFI reagierte schnell auf den Bedarf von Aufklärungssoldaten der Fallschirmjägerbrigade, die tief im feindlichen Gebiet im bergigen Norden des Libanon operierten. Angesichts extremer Kälte und schwieriger Einsatzbedingungen benötigten die Kämpfer dringend Winterausrüstungen. VFI kaufte und lieferte Schlafsäcke, Fleecejacken, Thermosocken, Wollmützen, Halswärmer und andere wichtige Ausrüstungsgegenstände. Die Soldaten berichteten, dass die Hilfsgüter sowohl physisch als auch emotional einen großen Unterschied machten und ihr Gefühl der Verbundenheit mit den Menschen zu Hause stärkten. Der Kompaniechef drückte persönlich seine tiefe Dankbarkeit für die schnelle Mobilisierung von VFI aus.

Gutscheine zu Pessach
In den zwei Wochen vor Pessach verteilte VFI in Zentral- und Südisrael Gutscheine an 1282 Familien im Gesamtwert von ca. 132 000 Euro. Die Verteilung fand vor dem Hintergrund aktiver Kampfhandlungen statt. In Rishon LeTzion ertönte die Sirene kurz nach Ende einer Verteilung. In Petach Tikva hielten Berichte über Granatsplitter und ständiges Sirenengeheul viele Familien davon ab, zu kommen. In Gedera suchte das Team Zuflucht mit den besorgten Einwohnern, die sowohl Angst als auch Bewunderung darüber zum Ausdruck brachten, dass unser Team unter solchen Bedingungen so weit gereist war. Zusätzlich zu diesen organisierten Verteilungen wurden die Gutscheine auch an Holocaust-Überlebende, Terroropfer und Soldaten ausgegeben.

Sicherheitsunterkünfte im Norden und Süden
Im ersten Quartal stellte VFI 19 Sicherheitsunterkünfte in Gemeinden im Norden und Süden Israels auf. Die Schutzbunker wurden an stark frequentierten und gefährdeten Orten installiert, wie Fußballplätzen, Bushaltestellen, Parks, Kindergärten, einer Militärbasis, Eingängen zu Siedlungen, einem Schwimmbadkomplex, einem Gewächshausgelände, einem Spielplatz, einem Lebensmittelgeschäft und einem Parkplatz. Seit Beginn des Projekts wurden insgesamt 502 Schutzräume aufgestellt, die Familien, Kindern und Gemeinden im ganzen Land lebensrettenden Schutz bieten.





